Was ist Neuromarketing?1

 

Für viele ist dieser Begriff noch unbekannt, andere können sich mittlerweile schon ein ganz gutes Bild davon machen. Hier wird nun kurz erklärt, was Neuromarketing ist, warum es eingesetzt wird und welche neurowissenschaftlichen Techniken angewendet werden.

Neuromarketing als Teil der Neurowissenschaften.

Der Begriff „Neuromarketing“  ist eine Kombination aus „Neuro“ und „Marketing“.

Das heißt, dass mit Hilfe neurowissenschaftlicher Techniken (u.a. Magnetoresonaztomogrphie (MRT), Electroencephalogramm (EEG), Eyetracker, Electrocardiogramm (ECG), Elektromagnetogramm (EMG)) Marktforschung und Marketing betrieben wird.

Die Prozesse während einer Entscheidungsphase werden physiologisch (Gehirn, Herz, Augen, Haut) beobachtet, anschließend wird versucht, diese zu verstehen, um letztlich Unternehmen und Organisationen  beraten zu können, wofür sie am sinnvollsten und erfolgreichsten ihr Marketing- und Werbebudget ausgeben sollten.

 

Was bringt Neuromarketing?

Neuromarketing kann die Effizienz und Effektivität von Marketing verbessern, es kann Fehlproduktionen und Fehlkampagnen reduzieren und zu guter Letzt ein neues Angebot fördern, welches die Bedürfnisse des Kunden besser befriedigt, als das herkömmliche. Hier finden Sie noch mehr Informationen zu diesem Thema.

 

Was ist unsere Motivation dabei?

Mit Hilfe des Neuromarketings wollen wir Ihnen helfen, effektivere Werbeanzeigen zu gestalten und auszuwählen, um unnötige Kosten für weniger erfolgreiche Werbungsmittel zu reduzieren.

 

Was bieten wir und wer sind wir?

Im Projekt „A better World“ werden ein Electroencephalogramm  und ein Eye Tracker benutzt.

Das Team, das die neurowissenschaftlichen Methoden anwendet, besteht aus Dr. Benny Briesemeister, Psychologe und Neurowissenschafter,  und  Karin Pestke (Master in Neurowissenschaften). Beide sind ursprünglich Absolventen der Freien Universität Berlin und verfügen über langjährige Erfahrung in der praktischen Anwendung neurowissenschaftlicher Methoden.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den beiden Personen.

 

Wieso ist die Neurowissenschaft interessant für Marketing?

Entscheidungen basieren überwiegend auf unbewussten Prozessen. Die Kenntnis dieser den Entscheidungen zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen ist für das Marketing von großer Bedeutung.

Es gibt keine Entscheidungen, die nicht emotional sind. Die Hirnforschung zeigt welche Emotionssysteme im menschlichen Gehirn vorhanden sind und wie sie im Detail wirken.

Inzwischen spielt die Multisensorik-Forschung eine wichtige Rolle in der Hirnforschung, da verschiedene Wahrnehmungskanäle (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten) sich gegenseitig beeinflussen. Zum Beispiel werden Reize die zeitgleich über verschiedene Wahrnehmungskanäle eindringen, vom Gehirn um ein Mehrfaches verstärkt („Multisensory Enhancement“).

Die Neurolinguistik und die neurowissenschaftliche Forschung über Sprachverarbeitung liefern viele wichtige Anregungen zur Optimierung von Text und Sprache im Marketing.

Die neurowissenschaftliche Persönlichkeitsforschung untersucht Persönlichkeitsunterschiede und wie sich diese in emotional-kognitiven Kaufentscheidungen auswirken, was später dazu beitragen kann effektivere Zielgruppenstrategien zu entwickeln.

Denk- und Emotionsstrukturen in weiblichen Gehirnen unterscheiden sich von männlichen Gehirnen, dabei besetzten überwiegend Männer die Marketing-Kampagnen und Frauen die Haushaltskassen. Neurowissenschaftliche Geschlechterforschung liefert viele Einblicke in Denkstil, Emotionsstruktur und Verhalten des jeweils anderen Geschlechts.

 

 

Weitere wissenschaftliche Artikel zu diesem Thema:16937097910_d93985c5ea_z

Ariely & Berns 2010 (Review Neuromarketing)

Briesemeinster 2013 (wissenschaftlicher Artikel über EEG Daten und sein Blog)

Ohms 2010

Montageau 2004 (Coke vs. Pepsi)